
Insel Rånön
## Insel Rånön
Rånön ist die größte Insel des Töre-Archipels und ein altes Landwirtschafts- und Fischerdorf mit Wurzeln im 16. Jahrhundert.
Mitte des 17. Jahrhunderts schenkte Königin Kristina Rånön mit seinen gewaltigen Wäldern den „Herren auf dem Festland“.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Rånön zu einem Kohlenholzgebiet für die Werke in Töre, Vitåfors und Melderstein, und gerade gewachsene Kiefern wurden zu Mastenholz für den staatlichen Schiffbau. Noch heute findet man auf der Insel Spuren von Teergruben, in denen Teer hergestellt wurde, der als Imprägniermittel diente. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es mehrmals zu Konflikten um die Abholzungsrechte auf Rånön.
In diesen Prozessen war ausschließlich der Staat die Gegenpartei, und alles geschah über die Köpfe der Inselbewohner hinweg – trotz ihrer jahrhundertealten Geschichte. Heute gehört die Insel SCA und ist seit den 1960er Jahren vollständig entvölkert. Zuvor lebten dort zeitweise bis zu etwa 300 Menschen; es gab eine Schule (1867–1939), ein Betshaus und ein Geschäft. Telefon bekam die Insel 1929. Ständig kämpfte man mit schlechten Hafenverhältnissen. Ende der 1940er Jahre musste die Bevölkerung zwischen Stromanschluss oder einem neuen Hafen wählen. Man entschied sich für den Hafen – der bis heute sehr gut funktioniert. Nur wenige Jahre später begann die große Abwanderung, und heute sind die Höfe Sommerhäuser für Privatpersonen. Es gibt auch ein Angelcamp mit Hüttenvermietung.
Rånön ist eine sehr schöne Insel. Du kannst auf der alten Dorfstraße an alten Gebäuden, Heuschobern und Mähwiesen vorbeiwandern und dem Pfad vom Dorf hinauf zum Berg folgen, der 78 Meter über dem Meer liegt. Von dort blickst du auf einen wunderbaren Archipel aus Buchten, Sunden, Fjärden und Inseln.